Herzlich willkommen bei PRIVATE INVESTING, der Vermögensverwaltung der BfV Bank für Vermögen AG. Wir freuen uns, dass Sie sich für die Vermögensverwaltung entschieden haben und uns Ihr Vertrauen schenken. Bevor wir gemeinsam starten, möchten wir Sie detailliert über die Funktionsweise dieser Vermögensverwaltung informieren. Hier erfahren Sie, welche spezifischen Chance-Risiko-Profile die diversen Anlageklassen auszeichnen und in welche Wertpapiere wir für Sie investieren. Gut informiert treffen Sie anschließend Ihre Anlageentscheidungen.
- die verschiedenen Anlageklassen und Vermögensgegenstände, in welche wir indirekt für Sie investieren werden (Sektion A);
- die Diversifikation von Anlageportfolios und über Investmentfonds (Sektion B);
- die Risiken der Geldanlage (Sektion C); und
- die Funktionsweise einer Vermögensverwaltung im Allgemeinen sowie der Vermögensverwaltung PRIVATE INVESTING im Speziellen (Sektion D).
Sektion A: Anlageklassen und Vermögensgegenstände
Was ist eine Anlageklasse?
Die BfV Bank für Vermögen AG bietet Ihnen über die Anlage in bestimmte Finanzinstrumente, nämlich Investmentfonds und börsennotierte Investmentfonds (sog. „Exchange Traded Funds“, ETF) (siehe hierzu inbesondere Sektion B), den Zugang zu Wertpapieren der Anlageklassen Aktien, Anleihen und alternative Anlagen
Was ist ein Wertpapier?
Ein Wertpapier ist eine Urkunde, die ein genau bezeichnetes Recht verbrieft, das durch die Vorlage der Urkunde geltend gemacht werden kann. So verbrieft etwa eine Aktie einen Miteigentumsanteil an einem Unternehmen. Im Laufe der Zeit wurden die körperlichen Urkunden nach und nach durch IT-gestützte Buchungen ersetzt. So werden heute keine einzelnen Aktien mehr physisch von A nach B bewegt; stattdessen wird eine einzige Sammelurkunde bei einer Verwahrstelle hinterlegt, und anschließend erfolgen nur noch Übertragungsbuchungen zwischen Konten. Die Finanzinstrumente (Investmentfonds und ETFs), welche im Rahmen der Vermögensverwaltung Deutsche AM Online Investing von uns für Sie erworben werden, investieren in Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen.
Was sind Aktien?
Wenn Sie eine Aktie kaufen, werden Sie Aktionär – und sind damit (Mit-)Eigentümer einer Aktiengesellschaft. Wenn Sie eine Aktie halten, nehmen Sie an der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens teil – etwa über Kursgewinne (steigt der Wert einer Aktie und Sie veräußern die Aktie zu einem Verkaufspreis oberhalb Ihres Kaufpreises, wächst Ihr Vermögen) oder über Dividendenausschüttungen (anteilige Auszahlungen von Unternehmensgewinnen an die Aktionäre). Sie haben außerdem das Recht, an der regelmäßig stattfindenden Hauptversammlung der Aktiengesellschaft teilzunehmen und über wichtige Geschäftsvorfälle, wie etwa die Zahlung einer Dividende oder die Entlastung des Vorstands, mit abzustimmen. Ein Vermögensverwalter wie wir nimmt diese Rechte im Sinne seiner Kunden wahr.
Aktionäre tragen das Risiko möglicher Kursverluste: Fällt der Börsenkurs Ihrer Aktie und der Verkaufspreis liegt unterhalb des Kaufpreises, dann realisieren Sie zum Verkaufszeitpunkt einen Kursverlust und Ihr Vermögen vermindert sich. Kursverluste können viele Ursachen haben, z.B. eine schlechte Wirtschaftsentwicklung insgesamt, kursbeeinflussende Tatsachen einer spezifischen Branchen- oder Ländergruppe, unternehmensspezifische Problematiken bis hin zur Insolvenz, aber auch eine eingeschränkte Handelbarkeit (Liquiditätslage) an der Börse.
| Aktien gelten aufgrund dieser Eigenschaften als chancenorientierte Anlageklasse. Chancen: Risiken: | Risiken: |
| + mögliche Kurssteigerungen – Gefahr starker Kursschwankungen (hohe Volatilität) -mögliche Kursverluste bis hin zum Totalverlust | – Gefahr starker Kursschwankungen (hohe Volatilität) |
| + potentielle Dividenden- -Risiko von Dividendenkürzungen oder -ausfällen Ausschüttungen | – mögliche Kursverluste (bis hin zum Totalverlust) |
Anlagemöglichkeit:
Neben einem direkten Kauf von Aktien können Sie auch mittelbar über den Erwerb eines Aktienfonds oder eines Aktien-ETFs (börsennotierter Aktienfonds), welcher seinerseits in Aktien investiert, an der Kursentwicklung und etwaigen Dividendenzahlungen partizipieren.
Was sind Anleihen?
Als Käufer von Anleihen – auch Renten, Bonds, Obligationen oder Schuldverschreibungen genannt – werden Sie zum Gläubiger und besitzen eine Geldforderung gegenüber dem Schuldner (dem Emittenten der Anleihe). Anleihen sind mit einer festen oder variablen Verzinsung ausgestattet und haben eine bestimmte Laufzeit. Mit der Fokussierung auf permanente und kalkulierbare Erträge (verbunden mit dem Risiko eines Zahlungsausfalls) gelten Anleihen als ertragsorientierte Anlageklasse.
Der Schuldner, auch Emittent genannt, kann sowohl ein öffentlicher Schuldner (etwa ein Staat, ein Bundesland, eine Stadt) als auch ein privater Schuldner (etwa ein Unternehmen) sein – prinzipiell sind alle ökonomischen Einheiten mit eigenem Finanzhaushalt denkbar. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kreditwürdigkeit (Bonität) eines Schuldners ist, je sicherer also die ordnungsgemäße Rückzahlung erscheint, desto niedriger ist der Zinssatz, den Sie als Anleger aus der Anleihe beziehen. Daher gilt umgekehrt: Ein Emittent, der einen hohen Zinssatz anbietet, entschädigt Anleger für das höhere Kreditrisiko, sonst würde er keinen Kredit erhalten. Aufschluss über die Kreditwürdigkeit eines Schuldners können sich Anleger verschaffen, in dem sie etwa Bonitätsbeurteilungen (Ratings) einer unabhängigen Agentur zu Rate ziehen. Solche qualitativen Ratings werden in der Regel von den Agenturen absteigend auf einer Skala von AAA (als die höchste Note für die Bonität) bis C (die schlechteste Note für die Bonität) dargestellt.
Anleihen werden nicht wie Aktien in Stücken gehandelt, sondern in festen Nominalbeträgen mit einer Mindeststückelung, die meist bei 1.000 Euro liegt. Die Kursnotierung erfolgt in Prozent des Nominalbetrags; wer also 10.000 Euro Nominalbetrag zum Kurs von 99 Prozent kauft, muss 9.900 Euro bezahlen und erhält am Laufzeitende 10.000 Euro Nominalbetrag zurück.
Auch die Preise von Anleihen schwanken: Sie steigen grundsätzlich immer dann, wenn das allgemeine Zinsniveau fällt. In diesem Szenario tragen neu emittierte Anleihen einen geringeren Zins, was die bereits emittierten Anleihen wertvoller macht. Umgekehrt können sich – vorübergehende – Kursverluste einstellen, wenn das Marktzinsniveau steigt: In diesem Szenario tragen neu emittierte Anleihen einen höheren Zins, was die bereits emittierten Anleihen an Wert verlieren lässt. Am Laufzeitende steht allerdings wieder die Rückzahlung der Anleihe zum Nominalbetrag. Es besteht grundsätzlich jedoch auch die Möglichkeit der Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz des Schuldners. In diesem Fall können Zinszahlungen und Rückzahlung gekürzt werden oder gänzlich ausfallen.
| Chancen: | Risiken: |
| + regelmäßige Zinszahlungen | – Kreditrisiko: Der Schuldner der Anleihe wird zahlungsunfähig und kann den Zinszahlungs- oder Rückzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Die Anleihe verliert dadurch drastisch an Wert oder es kommt sogar zu einem Totalverlust. |
Anlagemöglichkeit:
Neben dem direkten Kauf einer Anleihe (also einer Direktanlage) können Sie auch über den Erwerb eines Anleihe- oder Rentenfonds oder eines Anleihe- oder Renten-ETFs, welcher seinerseits in Anleihen investiert, an den Zinszahlungen partizipieren.
Was sind Rohstoffe?
Rohstoffe lassen sich in Energierohstoffe (etwa Rohöl und Erdgas), Edel- und Industriemetalle (beispielsweise Gold und Kupfer) sowie Agrarrohstoffe (auch Soft Commodities, von Kaffee bis Zucker) unterteilen. Die Rohstoffmärkte bewegen sich in der Regel nicht im Gleichschritt mit den klassischen Aktien- oder Anleihemärkten. Eine Anlage in Rohstoffe, bzw. in Finanzinstrumente, welche in Rohstoffe investieren, kann daher zu einer Risikostreuung im Portfolio (Diversifikation) beitragen, Wertschwankungen reduzieren und für mehr Kontinuität sorgen. Rohstoffe gelten – wie auch Aktien – als chancenorientierte Anlageklasse.
| Chancen: | Risiken: |
| + mögliche Kurssteigerungen von Finanzinstrumenten, die in investieren | – mögliche starke Kursschwankungen (hohe Volatilität) |
| + Diversifikation des Portfolios | – mögliche Kursverluste |
| – in der Regel Wechselkursrisiko, wenn Euro-Anleger in Rohstoffe investieren, die in Fremdwährungen abgerechnet werden. |
Anlagemöglichkeit:
Rohstoffe werden an spezialisierten Börsen und Terminbörsen gehandelt. Bis auf wenige Ausnahmen sind Rohstoffe für Privatanleger beschwerlich oder nur unter hohen Kosten direkt investierbar. Eine Anlage in einzelne Rohstoffe oder eine Gruppe von Rohstoffen kann über den Erwerb eines Rohstofffonds erfolgen.
Sektion B: Diversifikation und Investmentfonds
Was ist Diversifikation?
„Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb!“ – Für diesen Ratschlag, der stark vereinfacht die Essenz der modernen Portfoliotheorie aus den 1950er Jahren wiedergibt, bekam ihr Erfinder Harry Markowitz 1990 den Nobelpreis verliehen. Er hat nachgewiesen, dass ein möglichst breit gestreutes Investmentportfolio, also ein wohl diversifiziertes Portfolio, ein deutlich besseres Rendite-/Risikoprofil bietet als das Setzen auf Einzelpositionen – ganz gleich, ob ein Anfänger oder ein Profi investiert.
Positive Diversifikationseffekte machen sich bereits bemerkbar, wenn Sie in zwei verschiedene Aktien investieren: Auf beide Aktien mag sich eine insgesamt positive Börsenstimmung wertsteigernd auswirken, aber vermutlich nicht genau im gleichen Ausmaß. Das gilt ebenso für eine negative Börsenstimmung. Gegenläufige positive und negative Kursverläufe beider Aktien gleichen sich aus, wenn man beide Investments in Summe, also als Portfolio, betrachtet. Diese mögliche Strategie können Sie auf viele Einzelpositionen in Aktien verschiedener Branchen und Länder anwenden und im nächsten Schritt noch um weitere Anlageklassen, wie etwa Anleihen und Rohstoffe erweitern. Da sich die Kurse dieser drei Anlageklassen nur mit geringer Wahrscheinlichkeit im Gleichschritt bewegen, haben Sie so die Möglichkeit, eine hohe Diversifikation mit relativ niedriger Schwankungsbreite (Volatilität) zu erzielen.
Was sind Investmentfonds?
Investmentfonds oder kurz Fonds sind Organismen zur gemeinschaftlichen Anlage, in welche typischerweise eine Vielzahl von Anlegern investieren um ihr Vermögen gemäß einer vorab festgelegten Anlagestrategie anlegen zu lassen. Für Investmentfonds gelten innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums strikte aufsichtsrechtliche Anforderungen. Im Rahmen der Deutsche AM Online Investing Vermögensverwaltung werden die Anlagebeträge der Anleger ausschließlich in sog. offene Investmentfonds investiert, die einer Vielzahl von Anlegern zugänglich sind und eine vergleichsweise hohe Flexibilität hinsichtlich Zeichnungen und Rücknahmen aufweisen. In den Investmentfonds bündelt die Fondsverwaltungsgesellschaft die Mittel einer Vielzahl von Anlegern, welche dann das vom restlichen Vermögen der Fondsverwaltungsgesellschaft getrennte Sondervermögen bilden. Nach einer im Prospekt des jeweiligen Investmentfonds definierten Anlagestrategie werden diese Mittel dann von der Fondsverwaltungsgesellschaft (oder einem von dieser entsprechend beauftragten Dritten) in Wertpapiere investiert.
Idee
Das Prinzip eines Investmentfonds ist leicht erklärt: Zunächst legt ein Fonds fest, in welchen Zielmarkt er investieren wird – etwa in Aktien der marktführenden Unternehmen Europas. Analysten, Fondsmanager und Anlagegremien wählen nun – innerhalb bestimmter gesetzlicher und selbst gegebener Risikovorschriften und Regelungen – diejenigen Aktien aus, die ein attraktives Kurspotential bieten und investieren in diese. Die Zielsetzung eines Fondsmanagers ist es nicht nur, eine möglichst hohe Rendite für seine Anleger zu erwirtschaften; er muss sich im Nachhinein am Markt vor allem daran messen lassen, ob er einen verfügbaren Vergleichsindex oder beispielsweise einen anderen Investmentfonds mit einem vergleichbaren Anlageuniversum schlagen konnte (im genannten Beispiel der Aktien marktführender Unternehmen Europas wäre der relevante Index der Euro Stoxx 50).
Erträge und ihre Verwendung
Sie erwerben mit einem Fondsanteil einen Bruchteil an diesem Sondervermögen, das aus einer großen Anzahl an Fondsanteilen besteht. Steigt der Kurs der für den Fonds erworbenen Vermögensgegenstände (bspw. Aktien), so erhöht sich der sog. Nettoinventarwert der Vermögensgegenstände des Fonds und damit auch der Wert jedes einzelnen Anteils an dem entsprechenden Investmentfonds (sog. Nettoinventarwert je Anteil); umgekehrt wirken sich fallende Kurse negativ auf die Entwicklung (Performance) des Fondsanteilspreises aus. Die Verwendung der Erträge, die ein Fonds erzielt, wenn er Zinsen und Dividenden erwirtschaftet, ergibt sich wie folgt: Entweder schüttet der Fonds diese an seine Anleger aus (Ausschüttung) oder sie werden direkt wieder im Fonds angelegt und erhöhen so den Anteilswert (Thesaurierung).
Kosten
- Für die Vermögensverwaltung fällt eine Gesamtvergütung gegenüber der Bank pro Jahr an (siehe hierzu Nr. 6 im Antrag). Daraus erhält die Bank ihren Anteil gemäß den Vereinbarungen über die Gesamtvergütung (Anlage 3 der elektronischen Unterlagen der Bank) (siehe hierzu Nr. 6 im Antrag). Der Auftraggeber beauftragt und ermächtigt die Bank und die Depotführende Stelle mit der Belastung des Depotkontos oder des Geldkontos mit der Gesamtvergütung hiermit ausdrücklich. In Bezug auf die Vergütung der Bank und der anderen an der Vermögensverwaltung mitwirkenden Personen (Anlageberater, Vermittler und Depotführende Stelle) sowie in Bezug auf die Modalitäten der Abrechnung der Gesamtvergütung gelten die Bestimmungen in Anlage 3 der elektronischen Unterlagen der Bank („Verein-barungen über die Gesamtvergütung“).
- Soweit zwischen dem Auftraggeber und der Bank ein Einstiegsentgelt, welches für jede Kauftransaktion im Rahmen der Vermögensverwaltung anfällt, durch das Formular „Vollmacht für den Vermögensverwalter mit Einstiegsentgelt“ der Depotführenden Stelle vereinbart wird, wird von der Depotführenden Stelle das von ihr erhobene Einstiegsentgelt zu 100 % an die Bank weitergeleitet. Die Bank leitet das Einstiegsentgelt zu 100 % an die Vermittler weiter, diese ggf. an die Untervermittler. Erfolgt die Vermittlung durch die vertraglich gebundenen Vermittler der Bank gem. § 2 Abs. 10 KWG für ihre Rechnung und unter ihrer Haftung, leitet die Bank das Einstiegsentgelt zu 100 % an die vertraglich gebundenen Vermittler weiter.
- Soweit der Bank aus ihrer jeweiligen Vermittlungstätigkeit Zuwendungen oder geldwerte Vorteile mit Ausnahme von geringfügigen nichtmonetären Vorteilen, von Dritten zustehen, die zusätzlich zu der Gesamtvergütung und dem Einstiegsentgelt gewährt werden, sorgt die Bank dafür, dass diese in vollem Umfang nach Erhalt, so bald wie möglich, mit Rücksicht auf den Geschäftsablauf, an den Auftraggeber weitergereicht werden. Diesbezüglich findet keine Verrechnung mit etwaigen Ansprüchen der Bank gegenüber dem Auftraggeber statt. Im Insolvenzfall unterfallen die monetären Zuwendungen, soweit sie nicht bereits ausgekehrt wurden, der Insolvenzmasse. Die Bank wird den Auftraggeber über die ausgekehrten monetären Zuwendungen entsprechend unterrichten.
- Es besteht die Möglichkeit, dass dem Auftraggeber im Zusammenhang mit den für ihn angeschafften Finanzinstrumenten und Wertpapierdienstleistungen neben der Gesamtvergütung gegenüber der Bank noch weitere Kosten entstehen können, die ihm von Dritten gesondert in Rechnung gestellt werden. Dabei kann es sich u.a. um Depotgebühren sowie um die Transaktionskosten für den Erwerb und den Verkauf von Anteilen an den börsengehandelten ETF, einschließlich der sog. Additional Trading Costs (ATC) handeln. Diese werden von der Gesamtvergütung nicht erfasst und von der Bank nicht übernommen (vgl. § 4 Anlage 3 der elektronischen Unterlagen der Bank („Vereinbarungen über die Gesamtvergütung“)).Weitere Informationen Das zugrundeliegende Anlagespektrum eines Fonds, die Ertragsverwendung und Kosten sowie weitere Informationen können Anleger in der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Dokumentation, wie z.B. dem Verkaufsprospekt und den wesentlichen Anlegerinformationen (sog. KID -Key Information Document) einsehen.
Was sind ETFs (Exchange Traded Funds)?
ETFs sind börsengehandelte Fonds, die in der Regel einen Index abbilden. Ein ETF ist ein von einer Fondsverwaltungsgesellschaft verwaltetes Sondervermögen, das in Wertpapieren angelegt wird. Anleger in einem ETF kaufen und verkaufen Anteile an diesem Sondervermögen über die Börse.
Idee
Anders als bei einem „klassischen“ Investmentfonds, welcher aktiv durch einen Fondsmanager mit dem Ziel verwaltet wird, die Wertentwicklung von Vergleichsprodukten oder Indizes zu übertreffen, ist es die Zielsetzung eines ETFs, die Wertentwicklung eines Index möglichst genau nachzubilden. Da die Zusammensetzung und Gewichtung eines Aktienindex, wie etwa des DAX oder des Euro Stoxx 50, vorgegeben und transparent ist, kommen ETFs ohne aktive Fondsmanager aus (man spricht daher auch von „passiv“ verwalteten Investmentfonds). Es muss sichergestellt werden, dass der ETF möglichst exakt der Indexentwicklung folgt. Daraus entstehen Kostenvorteile, die den Anlegern zu Gute kommen. Das Gleiche gilt für ETFs, die sich z.B. auf Anleihen beziehen.
Abbildungsverfahren
Die möglichst exakte Abbildung der Indexentwicklung – ohne oder mit einem nur sehr geringen Abbildungsfehler (Tracking Error) kann ein ETF grundsätzlich durch zwei Methoden erreichen: die direkte (physische) oder die indirekte (synthetische) Replikation.
Bei der direkten Replikation kauft der ETF sämtliche Wertpapiere, aus denen der Index zusammengesetzt ist, in der exakt identischen Gewichtung. Diese Methode wird auch als „physische“ oder „voll replizierende“ Indexabbildung bezeichnet. Bei Indizes, die entweder sehr viele oder aber zum Großteil wenig liquide Wertpapiere enthalten, kommt oft eine bestimmte Variante der direkten Replikation, das „Sampling“ zum Einsatz: Bei dieser Technik kauft ein ETF nur eine möglichst repräsentative Auswahl der Indexbestandteile – dies senkt die Anzahl der Transaktionen und begrenzt die damit verbundenen Kosten. Sampling stellt sicher, dass der ETF relativ genau seinen Referenzindex folgt, zugleich aber mit einer niedrigen Pauschalgebühr verwaltet und angeboten werden kann. Damit folgt der Wert eines ETFs, ohne große Abweichungen, der des zugrundeliegenden Index. Ein aktives Fondsmanagement, das z.B. bei extremen Börsenbewegungen ggf. korrigierend eingreifen kann, findet hier nicht statt. Das Fehlen eines aktiven Managements ist dementsprechend zugleich ein Risikofaktor.
Anders als bei der direkten Replikation werden für einen indirekt oder synthetisch replizierenden ETF keine Wertpapiere physisch (d.h. tatsächlich) erworben, die im zugrundeliegenden Index enthalten sind. Stattdessen schließt der Emittent des ETF ein Tauschgeschäft (Swap) mit einer Gegenpartei ab. Darin verpflichtet sich die Gegenpartei, dem ETF immer exakt die Rendite des zugrundeliegenden Index zu liefern. Diese Gegenpartei ist in der Regel eine Investmentbank. Im Gegenzug für die Zahlung der Indexrendite erhält der Swap-Partner die Erträge aus einem Korb von Wertpapieren, welche zwar durch den ETF gehalten werden, aber nicht zwingend aus dem Referenzindex stammen, sondern nur bestimmten qualitativen Anforderungen genügen müssen.
Die Motivation des ETF-Anbieters zur Anwendung der synthetischen Replikation mittels Swap umfasst die höhere Präzision der Indexabbildung, die damit einhergehenden niedrigeren Kosten und den Zugang zu Märkten, Strategien und Anlageklassen, die im Wege der direkten Replikation überhaupt nicht abbildbar wären. Der Anleger trägt hier aber das Risiko, dass der Swap-Partner einen Zahlungsausfall erleiden kann (siehe Kontrahentenrisiko).
Transparenz
Steigt der zugrundeliegende Aktienindex, dann steigt auch der Börsenkurs des ETFs – im nahezu gleichen prozentualen Ausmaß. Umgekehrt wirken sich fallende Indexstände negativ auf den ETF-Kurs aus.
Kosten
ETFs sind – ähnlich wie Aktien –über die Börse handelbar. Ein Ausgabeaufschlag wie bei klassischen Investmentfonds fällt bei ETFs nicht an, Anleger zahlen eine jährliche Pauschalgebühr, die in der Regel zwischen 0,09 und 0,75 Prozent p.a. liegt. Diese beinhaltet die Verwaltungsvergütung sowie die laufenden Kosten des ETFs.
Sondervermögen
Es besteht kein Unterschied in Bezug auf die Struktur als Sondervermögen zu nicht-börsennotierten Fonds.
Welches Risiko ist mit ETFs verbunden:
ETFs sind nicht kapitalgarantiert, das bedeutet der Wert des ETFs kann sich, wie sein zugrundeliegender Index sowohl positiv als auch negativ entwickeln. ETFs sind Sondervermögen. Das Fondsvermögen wird vom Betriebsvermögen des ETF-Anbieters getrennt. Im Falle einer Insolvenz dient der Wertpapierkorb des ETFs als Sicherheit. ETFs können Wertpapiere verleihen oder so genannte SWAP Geschäfte eingehen, um die Wertentwicklung eines Index zu replizieren. In beiden Fällen kann ein Kontrahentenrisiko bestehen, sollte ein Teil dieser Geschäfte unbesichert sein. Die Einzeltitel im Index können in einer anderen Währung als der des Anlegers gehandelt werden, so dass ein Währungsrisiko besteht, das auch negativen Einfluss auf die Wertentwicklung haben kann. Durch die tägliche Veröffentlichung der Fondsbestandteile, sowie der Besicherung der Swap Höhe und eine durchsichtige Kostenstruktur bieten ETFs ein hohes Maß an Transparenz.
Weitere Informationen
Die für nicht-börsennotierte Fonds verfügbare Dokumentation, steht ebenfalls für börsennotierte Fonds zur Verfügung.
Was ist ein Wertpapiersparplan?
Wenn Sie regelmäßig in Fonds oder ETFs anlegen möchten, ermitteln Sie zunächst den Betrag, den Sie monatlich oder vierteljährlich investieren möchten. Im Gegensatz zum Kauf von Aktien oder Anleihen ist es im Rahmen eines Wertpapiersparplans auf Fonds oder ETFs möglich, regelmäßig einen bestimmten Betrag anzulegen und damit auch Bruchteile von Fonds oder ETFs zu erwerben.
Mit einem monatlichen Anlageplan bei Deutsche AM Online Investing fallen weder Transaktionsgebühren an der Börse an, die Sie üblicherweise bei Geschäften mit Aktien oder ETFs tragen müssten, noch entstehen Ihnen zusätzliche Kosten
- + fester Sparbetrag, Erwerb von Bruchteilen möglich
- + Cost-Average-Effekt*
Sektion C: Risiken der Geldanlage
Was ist Inflation?
Inflation ist das Maß für die Geldentwertung im Zeitverlauf: Herrscht Inflation, dann steigen die Preise und das Geld verliert an Kaufkraft. Dieser Effekt ist schon bei kleinen Inflationsraten spürbar. Kostet eine Kinokarte heute neun Euro, so könnte sie bei konstant 2 % Inflationsrate in zehn Jahren knapp elf Euro kosten. Spiegelbildlich haben die ehemals neun Euro damit nur noch einen Wert von etwas über 7,30 Euro. Bei größeren Vermögen wird der Effekt noch deutlicher: 10.000 Euro haben bei 2% Inflation nach zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von gut 8.200 Euro.
Entstehung von Inflation
Für das Entstehen von Inflation gibt es sehr unterschiedliche Erklärungsansätze. Die so genannte Lohn-Preis-Spirale zum Beispiel besagt, dass es Arbeitnehmern im Wirtschaftsaufschwung gelingt, höhere Lohnsteigerungen durchzusetzen, die letztlich auch auf die Preise für Konsumgüter durchschlagen. Eine andere Ursache für Geldentwertung ist die importierte Inflation. Sie entsteht, wenn die eigene Währung schwach ist, also an Wert gegenüber anderen Währungen verliert. Dies bedeutet, dass für aus dem Ausland importierte Waren mehr vom eigenen Geld bezahlt werden muss – ihre Preise steigen und damit auch die Inflation. Eine weitere Erklärung betrifft die Geldpolitik der Zentralbank. Je mehr Geld sie in den Wirtschaftskreislauf bringt, desto mehr facht sie die Inflation an. Dahinter steht die Annahme, dass sich auch der Wert des Geldes nach seiner Knappheit richtet. Je mehr davon umläuft, desto weniger ist es wert.
Berechnung
In den Medien präsent ist in der Regel die Inflation der Konsumentenpreise, die vom Statistischen Bundesamt auf Grundlage des Warenkorbs eines typischen Haushalts berechnet wird. In ihrer Ausprägung der Kerninflationsrate werden die Energie- und Nahrungsmittelpreise herausgerechnet, weil diese sehr stark schwanken und das Ergebnis verzerren. Für die Einkaufspreise von Unternehmen wird die Inflationsrate gesondert berechnet und als Frühindikator genutzt.
Was sind Kapitalmarktrisiken?
Kapitalanlagen sind immer mit Risiken verbunden. Je höher die mögliche Rendite, desto höher können die mit der entsprechenden Geldanlage verbundenen Risiken sein.
Marktrisiko
Die Kurse von Aktien und Anleihen hängen in erster Linie von der wirtschaftlichen Situation des dahinter stehenden Unternehmens oder Emittenten ab. Doch auf die allgemeine Kursentwicklung, insbesondere an einer Börse, wirken auch irrationale Faktoren wie Stimmungen, Meinungen und Gerüchte sowie politische Ereignisse ein. Das Marktrisiko ist daher einer der entscheidenden Faktoren für die Wertentwicklung einer Vermögensanlage, weil es diese unvorhersehbar und daher unkalkulierbar beeinflussen kann.
Politisches/Regulatorisches Risiko
Änderungen der Regierungspolitik, der Besteuerung oder anderer rechtlicher Rahmenbedingungen sind dem politischen Risiko zuzuordnen. Der Atomausstieg war für große Energieerzeuger in Deutschland ein Fall von politischem Risiko – mit dem Politikwechsel brach ein wesentliches Element ihres Geschäftsmodells weg. Neue Regulierung kann auch in anderen Branchen zu hohen Kosten führen. Wenn in einem Land diskutiert wird, Einfuhrzölle zu erheben, ist das für exportierende Unternehmen ein politisches Risiko.
Länderrisiko
Investitionen im Ausland können mit einem Länderrisiko verbunden sein. Einerseits in Form eines erweiterten politischen Risikos, bis hin zu politischen Umbrüchen und drohenden Enteignungen. Andererseits haben Unternehmen mit hohem Geschäftsanteil im Ausland immer auch höhere rechtliche Risiken, etwa um Forderungen durchzusetzen. Bei Staatsanleihen besteht das Risiko in einer sich verschlechternden Bonität des Landes bis hin zu Stundung oder gar Ausfall von Zins- und Tilgungszahlungen.
Bonitätsrisiko
Wer Anleihen am Markt begibt – Staaten und Unternehmen – wird damit zum Schuldner. Seine Fähigkeit, diese Schulden samt Zinsen zu tilgen, spiegelt sich in seiner Bonität wider. Diese wird häufig von Ratingagenturen ermittelt und anhand einer Note gekennzeichnet. Die sich in dieser Note widerspiegelnde Rückzahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Emittenten kann den Wert der Anleihe negativ beeinflussen.
Währungsrisiko
Für Anleger aus dem Euroraum sind nicht gegen Währungsschwankungen abgesicherte Anlageformen mit einem Währungsrisiko verbunden. Fällt etwa der Dollar gegenüber dem Euro, fällt auch der Wert von Dollar-Anlagen, umgerechnet in Euro. Währungsverluste können Kursgewinne aufzehren und Kursverluste weiter verstärken, insbesondere dann, wenn es sich um eine Währung handelt, die hohen Wertschwankungen unterworfen ist.
Zinsänderungsrisiko
Steigende Zinsen stellen an den Kapitalmärkten ein weiteres Risiko dar. Kurse von bereits am Markt gehandelten Anleihen fallen, wenn neu emittierte Anleihen mit nun höheren Zinsen attraktiver, und die älteren niedriger verzinsten Anleihen weniger begehrt sind. Zinsen können auch den Aktienmarkt beeinflussen, weil mit steigenden Zinsen Anleihen für Investoren attraktiver werden. Zudem können höhere Zinsen für Unternehmen die Aufnahme von Fremdkapital verteuern, was ihre Gewinnaussichten senken kann.
Volatilitätsrisiko
Wertpapiere können auch innerhalb kurzer Zeiträume stärkeren Schwankungen nach unten oder nach oben unterworfen sein und ihr Wert kann unter den Kaufpreis fallen.
Liquiditätsrisiko
Wertpapiere können unter bestimmten Umständen nicht liquide sein. Das bedeutet, dass der reguläre Handel vorübergehend gestört oder unmöglich sein kann. Ferner kann auch nicht zu jedem Zeitpunkt ein Preis gestellt werden. Es besteht somit das Risiko, dass Wertpapiere nur mit hohem Preisabschlag oder gar nicht veräußert werden können. Der Verkaufspreis illiquider Werte kann erheblich geringer sein als der Einstandspreis.
Kontrahentenrisiko
Investmentfonds schließen Geschäfte mit verschiedenen Vertragspartnern (d.h. Kontrahenten) ab. Insbesondere bei derivativen Finanzinstrumenten kann es zum Kontrahentenrisiko kommen, falls ein Vertragspartner beispielsweise eine Insolvenz erleidet, und dies zu Zahlungsausfällen führen kann.
Sektion D: Vermögensverwaltung
Was ist eine Vermögensverwaltung?
Vermögensverwaltung bezeichnet eine von Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsunternehmen oder Vermögensverwaltungsgesellschaften angebotene Finanzdienstleistung, welche die Vermögenswerte von Kunden nach bestimmten Vorgaben verwaltet. Im Gegensatz zur Anlageberatung, trifft der Vermögensverwalter eine eigene Anlageentscheidung für den Kunden. Auf Basis einer Vollmacht wird der Vermögensverwalter dazu berechtigt, bestimmte Vermögenswerte zu kaufen oder zu verkaufen. Durch die Vorabdefinition der individuellen Anlagestrategie und der Risikoeinstellung des Kunden, ist der Vermögensverwalter an einen bestimmten Rahmen gebunden. Die Ausübung der Tätigkeit des Vermögensverwalters bedarf der Zulassung und der ständigen Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden.
Was ist ein Anlegerprofil?
Nicht jede Kapitalanlage ist für jeden Anleger geeignet. Anleger müssen für PRIVATE INVESTING daher einem individuellen Anlegerprofil entsprechen. Zum Anlegerprofil gehören Anlageziel, Anlagehorizont, Risikoneigung, Alter, Einkommen, vorhandenes Vermögen & Verbindlichkeiten sowie Ihre Erfahrungen und Kenntnisse am Kapitalmarkt. Aus diesen Daten lässt sich unter anderem die Risikotragfähigkeit einschätzen – ein ganz wesentliches Element des Anlegerprofils. Eine Person mit hohem verfügbaren Einkommen kann oftmals ein höheres Risiko eingehen als eine Person mit durchschnittlichem verfügbaren Einkommen.
Zudem ist ausschlaggebend, ob Kapital für den nächsten Urlaub, die Ausbildung der Kinder oder die Altersvorsorge angespart werden soll. Weiterhin erfordern kurzfristige Ziele andere Anlageformen als langfristige Ziele, da ein enger Zusammenhang zwischen Risiko, Rendite und Laufzeit einer Kapitalanlage besteht. Hohe Renditen sind oftmals mit einem höheren Risiko und mit einer längeren Bindung des Kapitals verbunden.
Was ist eine Anlagestrategie?
Als Anlagestrategie werden die Vorgaben bezeichnet, nach denen ein vom Anleger beauftragter Vermögensverwalter, bei PRIVATE INVESTING die BfV Bank für Vermögen AG seine Investmententscheidungen trifft. Einfluss auf die Anlagestrategie welcher der Vermögensverwalter für den Anleger verfolgt, haben vor allem die Anlage- und Risikopräferenz, Vermögens- und Einkommenssituation sowie die Kenntnisse und Erfahrungen des Anlegers.
Unterschiedliche Ausprägungen
Die BfV Bank für Vermögen AG unterscheidet zwischen eher defensiven, moderaten oder offensiveren Anlagestrategien. Diese Ausprägungen unterscheiden sich vor allem in der Höhe des Anteils an mit einem relativ höheren Risiko behafteten Anlagen. Hierzu können alle o.g. Anlageklassen zählen.
Geeignetheitsprüfung
Die BfV Bank für Vermögen AG führt als Vermögensverwalter vor Abschluss der Vermögensverwaltung eine Geeignetheitsprüfung durch. Die Geeignetheit richtet sich danach, ob die konkrete Ausgestaltung der Dienstleistung „Vermögensverwaltung“ und die damit verbundenen Anlagerisiken für den Kunden finanziell tragbar sind und ob er mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen die Chancen und Risiken dieser Dienstleistung verstehen kann.
Zur Feststellung der Geeignetheit erfragt die BfV Bank für Vermögen AG. beim Kunden die oben genannten Angaben zu dessen Anlagezielen, finanziellen Verhältnissen und Kenntnissen und Erfahrungen an den Finanzmärkten. Hintergrund: Die Einkommens- und Vermögensangaben sind u.a. ausschlaggebend, um zu beurteilen, ob eine eher defensive oder offensiv ausgerichtete Anlagestrategie geeignet ist.
Abschluss
Auf Basis seiner individuellen Antworten im Rahmen der Geeignetheitsprüfung empfiehlt die BfV Bank für Vermögen AG dem Anleger eine bestimmte Anlagestrategie. Akzeptiert der Anleger diesen Vorschlag, kann er das Mandat erteilen, diese Anlagestrategie für ihn umzusetzen.
Welche Berichterstattung (Reporting) wird angeboten?
- Die Bank wird den Auftraggeber jeweils zum Ende eines Kalenderquartals eine periodische Aufstellung über die in seinem Namen erbrachten Portfolioverwaltungsdienstleistungen übermitteln, um über die Wertentwicklung und den Stand der verwalteten Vermögenswerte zu informieren („regelmäßige Berichterstattung”), sofern eine derartige Aufstellung nicht von einer anderen Person übermittelt wird.
- Die Bank wird den Auftraggeber bei Erreichen, der in den Anlagerichtlinien (Anlage 2 der elektronischen Unterlagen der Bank („Anlagerichtlinien“)), für in den Vermögenswerten eingetretene Verluste unmittelbar in geeigneter Weise informieren („Verlustmitteilung”). Dabei gelten als Ausgangswert für die Berechnung der eingetretenen Verluste bei Neuabschluss des Vermögensverwaltungsvertrages die Verluste seit dem Investitionszeitpunkt bis zum Ende des ersten Rumpf-Berichtszeitraums gemäß Absatz 1 (Kalenderquartal) sowie in der weiteren Folge die jeweils ab Beginn eines solchen Berichtszeitraums entstandenen Verluste. Verlust im vorgenannten Sinne sind die rechnerischen Verluste, die bezogen auf das Einzel- oder Gesamtportfolio des Auftraggebers bei Liquidation der Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Kosten und Gebühren der Bank eintreten würden.
- Sofern der Auftraggeber neben der regelmäßigen Berichterstattung und den Verlustmitteilungen für jede Transaktion eine Einzelwertpapierabrechnung entweder von der Bank oder von der Depotführenden Stelle erhält, behält sich die Bank vor, die Berichterstattung im Jahresrhythmus durchzuführen, soweit dies nach den Vorschriften des Wertpapier-handelsgesetztes (WpHG) zulässig ist; Berichtszeitraum ist in diesem Fall das Kalenderjahr.
- Die Bank stellt dem Auftraggeber Kosteninformationen zur Verfügung. Eine solche wird der Auftraggeber vor Abschluss einer Vermögensverwaltung erhalten (ex-ante-Kosteninformation). Bei dieser Information handelt es sich um eine Schätzung der Bank auf Basis ihrer Erfahrungen. Sie kann von den tatsächlichen Kosten abweichen. Vor allem ist es der Bank nicht möglich, die genauen Kosten für notwendige Transaktionen im Depot in der Zukunft vorherzusagen. Dies hängt von der Entwicklung der Wertpapiermärkte und den zum Schutze des Portfolios notwendigen Schritten ab. Die regelmäßig, mindestens in jährlichen Abständen zur Verfügung zu stellenden ex-post Kosteninformationen werden dagegen auf Basis der tatsächlich entstandenen Kosten während des jeweiligen Berichtszeitraumes erstellt. In den Kosteninformationen werden die Kosten in zusammengefasster Form dargestellt, damit der Auftraggeber sowohl die Gesamtkosten als auch die kumulative Wirkung der Kosten auf die Rendite der Anlage verstehen kann. Auf Wunsch des Auftraggebers kann die Bank eine Aufstellung, die nach den einzelnen Kostenpositionen aufgegliedert ist, zur Verfügung stellen.
Auf Basis des Marktberichts kann sich der Anleger ein Bild machen, aufgrund welcher Tendenzen an den Kapitalmärkten die Wertentwicklung seines Depots zustande gekommen ist.